Die Frenzelbrille verdankt ihren Namen dem bekannten Otologen Hermann Frenzel. Die Frenzelbrille ist ein Untersuchungsinstrument, welches dazu dient ungewollte Augenbewegungen eines Patienten zu erkennen. Die Frenzelbrille ist eine Lichtbrille mit einer Gläserstärke von 15 Dioptrien. Die Linsen der Gläser sind stark brechend, dieses hat zur Folge das die Augen des Patienten für den Arzt vergrößert werden. Die ungewollten Bewegungen, der so genannte Nystagmus, lassen sich somit besser erkennen. Die Art des Nystagmus lässt darauf zurückführen, ob der Patient Gleichgewichtsstörungen verspürt. Die Untersuchung durch eine Frenzelbrille sieht wie folgt aus:
Der Patient schaut geradeaus und in alle vier Himmelsrichtungen und absolviert anschließend einen Kopfschütteltest. Durch diesen Test lässt sich nun ein ungewollter Nystagmus feststellen. Die Frenzelbrille wird durch diesen Zusammenhang auch Nystagmusbrille genannt. Die Frenzelbrille verhindert außerdem die Fixation des Probanden und sorgt dafür, dass der vorhandene Nystagmus länger anhält. Dieses ermöglicht und erleichtert dem Augenarzt eine Diagnose. Während die Frenzelbrille zur damaligen Zeit, als echte Brille aufgesetzt wurde, wird sie heutzutage in Sehtestmaschinen integriert. Diese Sehtestmaschinen können den beobachteten Nystagmus direkt an einen Computer weiter senden. Mit Hilfe des Computers kann der Nystagmus anschließend in Programmen dargestellt und genauestens analysiert werden. Die Frenzelbrille ist eine historisch wichtige Erfindung im Rahmen der Augenmedizin, welche auch heute noch von jedem Augenarzt zur Feststellung eines Nystagmus gebraucht wird.
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