Bei dem Telekolleg handelt es sich um eine Form der Erwachsenenbildung. Sie wird ausschließlich in den Bundesländern Bayern, Brandenburg und Rheinland-Pfalz angeboten. Beim Abschluss des Telekollegs erhält der Teilnehmer die Fachhochschulreife und ggf. auch die mittlere Reife. Der dazugehörige Lehrplan enthält eine Kombination aus allgemeinen Pflichtfächern (Deutsch, Englisch, Mathematik), freiwilligen Zusatzfächern und fachrichtungsspezifischen Fächern. Als Fachrichtungen stehen Technik, Wirtschaft und Sozialwesen zur Auswahl.

Ein Telekolleg dauert 16 Monate und ist in 4 Trimester unterteilt. Zusätzlich wird ein viermonatiger Vorkurs angeboten. Dieser ist, unter bestimmten Eingangsvoraussetzungen, Pflicht. Das Telekolleg findet in Form von regelmäßigen Kollegtagen statt, an denen die Präsenz der Teilnehmer gefordert ist. Die Lehrinhalte werden zumeist über Fernsehsendungen des Bayrischen Rundfunks (auf Bayern 3 oder BR Alpha) vermittelt. Zusätzlich stehen im Internet Newsgroups und multimediale Lernunterlagen zur Verfügung. Eine regelmäßige Teilnahme an den Kollegtagen ist eine Voraussetzung für die Prüfungszulassung.

Zur Teilnahme an einem Telekolleg wird die mittlere Reife in Kombination mit einer mehrjährigen Berufsausbildung oder vierjähriger Berufserfahrung vorausgesetzt. Wer zuvor eine einschlägige Fachqualifikation (Meisterbrief, Fachschule, Fachakademie) erworben hat muss lediglich die Pflichtfächer belegen, ist aber im Bezug auf die Studienwahl auf das jeweilige Bundesland eingeschränkt. Bewerber ohne mittlere Reife erhalten eine vorläufige Zusage und haben in einigen Bundesländern besondere Eingangsvoraussetzungen zu beachten. Die mittlere Reife kann ausschließlich in Bayern, durch den Abschluss des ersten Trimesters, erworben werden.

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